Problemfall Aufzug:

Modernisierung sprengt das Budget der Voklsmission

Foto: Claudia Burst

Pastor Mike Allstaedt schleppt Kartons aus dem vollbeladenen Aufzug. Wird letzterer nicht modernisiert, muss er stillgelegt werden.  

Mike Allstaedt, Pastor der Volksmission in Geislingen und Vorsitzender des Sozialwerks e.V., ist niedergeschlagen. Dem Aufzug im Gebäude der Volksmission droht das Aus. „Dabei ist er nicht kaputt“, erzählt er. Laut Allstaedt gibt es neue Vorschriften zur Betriebssicherheit – mit der Folge, dass ab dem kommenden Jahr nur noch Aufzüge betrieben werden dürfen, die diesen Anforderungen entsprechen.

Somit droht der Geislinger Freikirchengemeinde bald eine Rechnung über mehr als 45 000 Euro für technische Sicherheitsmaßnahmen am Aufzug. „So viel Geld haben wir nicht“, sagt Allstaedt. Dabei sind die Räume der Gemeinde auf drei Stockwerke verteilt. Der Gottesdienstraum ist im ersten Stock, das Dienstagsfrühstück für Bedürftige findet im zweiten Obergeschoss statt, eine vermietete Wohnung befindet sich im dritten.

Der Aufzug ist ständig in Gebrauch. Da sind zunächst einmal die Gemeindebesucher, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind oder die aus Alters- respektive gesundheitlichen Gründen keine Treppen mehr steigen können. Zum anderen wird der Aufzug für den Transport der Lebensmittel zu den Frühstücks-Treffen genützt, ebenso für den sonntäglichen Kaffee im Foyer, der in der Küche im zweiten Stock gebrüht wird. Dazu kommen noch Tische und Stühle, die transportiert werden müssen, Getränkekisten oder die Einkäufe, die die Mieter in den dritten Stock bringen.

„Ohne geht gar nicht“, betont Allstaedt. Er weiß jedoch nicht, woher das Geld für die Aufzug-Modernisierung kommen soll. Der Pastor hofft auf Spenden von Privatpersonen und eventuell auf öffentliche Gelder, aber auch auf Sponsoren wie Unternehmen. Zudem ist Allstaedt dankbar für Tipps, wohin er sich mit seinen Problemen noch wenden könnte.

Info: Weitere Informationen, Telefon und Spendenkonto unter www.vm-geislingen.de/spende

Geislinger Zeitung  Claudia Burst | 27.04.2017

 

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