Das GEISTLICHE WORT:  Lohn und Gnade

Fast zehn Jahre lang arbeitete ich in einer christlich-therapeutischen Einrichtung für suchtabhängige Männer. Die Männer, die in unsere Einrichtung kamen, waren oft, bevor sie zu uns kamen, straffällig geworden und mussten mit einer Haftstrafe rechnen. So sind wir öfters zu Gerichtsverhandlungen mit ihnen gefahren und erlebten immer wieder sonderbare und kuriose Verhandlungen.

 

Es ereignete sich einmal, dass wir mit einem von unseren Männern, der vorbestraft war, zur Gerichtsverhandlung fuhren und dann erlebten, dass ein Richter, der für seine harte Hand gegen Suchtabhängige bekannt war, diese Verhandlung führte. Wir beteten und baten Gott um Gnade, denn rechtlich gesehen war die Konsequenz seines Fehlverhaltens, sprich: der wohlverdiente Lohn, das Gefängnis. Unser Mann berichtete wahrheitsgemäß den Sachverhalt, erzählte aber auch, was seither mit ihm geschehen war, nämlich, dass er jetzt mit Jesus lebt und dass dies einiges verändert hat in seinem Leben. Was passierte? Den Richterspruch werde ich nie vergessen, denn er lautete folgendermaßen: "Ich weiß nicht warum, aber ich spreche Sie frei!"

Diesen Freispruch brauchen wir alle: Freigesprochen zu werden von unseren Fehlern, unserem Fehlverhalten und der Schuld. Nicht die Konsequenz beziehungsweise den Lohn selber tragen zu müssen, sondern Gnade zu erleben.

In der Bibel steht im Kolosserbrief 2, Vers 14: "Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, eingelöst und auf ewig vernichtet, indem er ihn (Jesus) ans Kreuz nagelte."

Da ist jemand, der alle Schuld auf sich geladen hat und stellvertretend für uns bezahlt hat, damit wir seine Gnade erleben dürfen. Ich fordere Sie heute heraus, nehmen Sie diese Gnade für sich persönlich in Anspruch. Gott segne Sie.

 

Autor: Mike Allsteadt - 26.01.2013

Alle Rechte vorbehalten Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung
Copyright by SÜDWEST PRESSE Online-Dienste GmbH - Frauenstrasse 77 - 89073 Ulm
Zum Seitenanfang