Bundescamp

In Thüringen die "Freie Reichsstadt Ulm" aufgebaut

Das größte Pfadfinderlager Deutschlands fand jetzt in Neufrankenroda in Thüringen statt. 15.000 Teilnehmer der christlichen Pfadfinderschaft "Royal Rangers" aus ganz Deutschland trafen sich dort wie schon 1997 und 2005.

In Geislingen freuten sich schon 51 Teilnehmer vom Stammposten 165 seit Monaten auf die Teilnahme
und errichteten auf dem Bundescamp zusammen mit etwa 500 Rangers aus der Region "Alb-Donau" eine
Campstadt mit dem Namen "Freie Reichstadt Ulm".

 

Unter dem Motto "Aufbruch" tauchten die Teilnehmer in das späte Mittelalter so um den Beginn des 16. Jahrhunderts ein. Diese Epoche steht für unterschiedlichste Aufbrüche. So wurde Amerika entdeckt, es gab bahnbrechende Erkenntnisse über das Weltall, die Anatomie des Menschen, erste Versuche in der Fliegerei, die Buchdruckkunst entstand und die Kirche erreichte die Reformation.

Das Leben auf dem Camp war für die Kinder und Jugendlichen geprägt von den insgesamt 32 regionalen Campstädten, die mit ihren Städtenamen allesamt Bezug auf die deutsche Geschichte der Zeit um 1514 nahmen. So reihten sich vom 8. bis 15. August Grafschaften und Kurfürstentümer, Klöster und freie Reichsstädte zu prächtigen Marktstraßen aneinander. Auf ihnen herrschte reges Treiben. Handwerkskünste wie der Buchdruck, das Schmieden und Töpfern luden dazu ein, selbst Hand anzulegen und etwas vom Alltagsleben vor rund 500 Jahren kennenzulernen.

Beim größten Pfadfinderlager mit 15000 Teilnehmer war auch der Stamm 165 aus Geislingen vertreten

Zum Errichten der Pfadfinderbauwerke wurden über 200 000 Meter Stangenholz beim Thüringer Forst geordert. Aus ihnen entstanden neben den gigantischen regionalen Bauwerken auch die Teamplätze der rund 2000 Teams, in denen die Teilnehmer in gewohnter Weise selbst über offenem Feuer kochten, wo sie aßen und auch schliefen.

Schmuckstück der Aufbauarbeiten war die 100 mal 160 Meter große und bis zu 16 Meter hohe mittelalterliche Burg-Arena. Von außen komplett verkleidet und kunstvoll modelliert, befanden sich auf den Burgmauern und den Türmen über 150 wehende Fahnen. Im Inneren war neben den Zuschauerplätzen eine aufwendig inszenierte Bühnenkulisse entstanden. Hier haben an vier Abenden die zentralen Veranstaltungen stattgefunden, die neben einem eigenen Theaterstück wieder Platz für jede Menge Spektakel boten

Info Mehr über das Bundescamp, Bilder und Videos gibt es im Internet unter:
www.bundescamp.de
Die Royal Rangers treffen sich jeden Freitag um 17 Uhr in der Volksmission, Richthofenstraße 30, in Geislingen. Das erste Treffen nach den Ferien ist am Freitag, dem 19. September beim Stamm 165 in Geislingen

 

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