Mama Maria erzählt von Uganda          

Die gebürtige Innsbruckerin Maria Prean ermöglicht Menschen in Uganda eine Ausbildung.
Bei der Volksmission Geislingen berichtete sie von iherer Arbeit.

 

 

"Wenn die Räume nicht übervoll sind, komme ich nicht mehr", scherzte Maria Prean zu Beginn ihres Vortrags in der Volksmission Geislingen. Weil nicht alle 260 Besucher im Saal Platz fanden, wurde das Obergeschoss per Videoübertragung zusätzlich genutzt. Die Gründerin des Missionswerkes "Leben in Christus" im österreichischen Imst lebt inzwischen hauptsächlich in Uganda, wo sie mit ihrem Verein "Vision für Afrika" 10000 Kindern Versorgung und Ausbildung ermöglicht hat.

Die neueste Herausforderung ist ein 1000-Brunnen-Projekt in Karamodscha, einem riesigen Hungergebiet im Nordosten Ugandas. 18 Brunnen davon sind im Bau und wer Maria Prean kennt, weiß, dass die Vollendung keine Utopie ist. In ihrer ureigenen Art hat sie - wie so oft - zu Gott gesagt: "Ich stell mich dir zur Verfügung, zahlen musst du!" Und: "Herr, wenn du mir das zumutest, hast du auch alles, was ich dazu brauche!" Der Erfolg gibt ihr Recht. Bei aller Disziplin, die sie sicher für ihr Mammutwerk braucht, strahlt diese 77-jährige Powerfrau Leichtigkeit und Frische aus und vermittelt, dass sie nicht durch Pflichterfüllung und Leistung, sondern durch Glauben aus großem Vertrauen zu allem in der Lage ist: "Ich bin das schwächste Weib, das ihr euch vorstellen könnt, aber in mir wohnt ein großer Gott!"

"Mama Maria" ist ein Begriff in Uganda, den sogar Präsident Yoweri Museveni benutzt, und ihr Rat wird auf höchsten Ebenen gesucht - auch weil bekannt ist, dass sie die in Afrika verbreitete Korruption hasst.

In Uganda sieht Maria echte Probleme, in ihrer Heimat dagegen viele selbst gezüchtete. Trotzdem hätten die Menschen in Uganda mehr Lebensfreude im Gegensatz zu jenen in der westlichen Welt mit ihren Vorstellungen von zu vielen Pflichten, zu vielen Opfern und Angst vor Geldnot. Der Burn-out sei dabei vorprogrammiert.

Maria Prean habe schon viele Menschen aus Mutlosigkeit und Niederlage zum Sieg über die Dunkelheit geführt, indem versklavende Denkmuster aufgedeckt wurden. Ihre devise: "Geh mutig voran - mit Gottes Flügeln kannst du fliegen." Iris Allstaedt, die den Abend moderierte, fasste die "herzerfrischende, gute, tiefe Botschaft" zusammen und lud alle Gäste zum gemeinsamen Austausch bei Fingerfood ein.

 

Autor: Monika Fritz - 15.04.2016

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